Kunst & Kultur

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Auch die Kunst und Kultur Kolumbiens hat Einiges zu bieten. Es ist kein Land von Weltrang hinsichtlich Literatur oder Malerei, es hat jedoch so manchen Weltpoeten oder bekannten Maler hervorgebracht. Goldfiguren, Schmuck oder Tonarbeiten aus präkolumbianischer Zeit kann man in den verschiedenen Museen des Landes entdecken, Musik und Tanz findet man jedoch direkt auf der Straße, z.B. beim Besuch eines der Feste und Festivals. Während unterschiedlicher Touren im Land kann man ebenfalls die Hinterlassenschaften der hoch entwickelten Kulturen bewundern. In dem Vielvölkerstaat hat jede Region seine ganz eigenen kulturellen Besonderheiten.


Malerei / Skulpturen

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Zu den wohl bekanntesten kolumbianischen Künstlern des 20. Jahrhunderts gehören der Maler Enrique Grau, der Lieblingsbildhauer der Nation Rodrigo Arenas Betancur, der Maler Alejandro Obregón, der international bekannte Skulpturist Edgar Negret, der Maler sowie spätere Verehrer der plastischen Kunst Eduardo Ramírez Villamizar, sowie der Künstler Òmar Rayo. Der reichste und bekannteste, noch lebende kolumbianische Künstler ist Fernando Botero, der weltbekannte Gemälde fertigte und sich dann vermehrt der Bildhauerei widmete, wovon einige Werke sogar in Berlin gezeigt wurden.


Architektur

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Die Architektur Kolumbiens enthält viele Grundzüge der spanischen Bauweise aus der Kolonialzeit des 16. und 17. Jahrhunderts. Später, vor allem aufgrund der rasant wachsenden Bevölkerung, erhöhter Armut, Landflucht und Kriminalität, verloren die Städte und ihre Gebäude mehr und mehr an Charme und wurden teilweise zu „urbanen Alpträumen“. Heutzutage wird zunehmend auf eine lebensfreundlichere Gestaltung und Bauweise geachtet. Der Stararchitekt Rogelio Salmona prägt mit seinem modernen Stil die neuen Gebäude der kolumbianischen Großstädte.


Literatur

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Bekanntester kolumbianischer Schriftstellter ist Gabriel García Márquez (von den einheimischen auch „Gabo“ genannt), der für sein Werk „Hundert Jahre Einsamkeit“ („Cien Años de Soledad“) im Jahre 1982 den Nobelpreis für Literatur erhielt und somit Weltruhm erlangte.

Weitere berühmte Schriftsteller oder Dichter sind, unter anderen, José Eustasio Rivera, León de Greiff, Jorge Isaacs, Álvaro Mutis, Rafael Pombo (Kinderliteratur), sowie aus jüngerer Generation Fernando Vallejo oder Laura Restrepo.


Musik / Tanz

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Musik und Tanz in Kolumbien sind so vielseitig wie in wenigen anderen Ländern. Die Einflüsse verschiedenster Kulturen aufgrund der Besiedlungsgeschichte und Ethnien Kolumbiens, haben einen bunten Mix aus Rhythmen, Instrumenten und Bewegungen entstehen lassen. Eine Reise nach Kolumbien sollte nie enden, bevor man nicht dem wahren Kolumbien, d.h. seiner Musik gelauscht oder gar zu heißen Rhythmen getanzt hat.
An der Karibikküste, wo viele Afro-Kolumbianer leben, werden die Musikstile von afrikanischen Rhythmen geprägt. Dies sind der melodische Vallenato und Cumbia, sowie der etwas modernere Champeta. In den Llanos hört und tanzt man Joropo (Música Llanera). An der Pazifikküste, im Departamento Chocó, tanzt man energisch und erotisch zur am stärksten afrikanisch beeinflussten Musik Südamerikas, Currulao. In den Anden werden eher tragische Klänge der Folkloremusik mit spanischen und vorkolumbianischen Stilelementen zu hören sein, z.B. Bambuco. Im Südwesten befindet sich mittlerweile die „Welt-Hauptstadt des Salsa”, Cali. Obwohl diese Musikrichtung ursprünglich nicht aus Kolumbien stammt, wird sie hier wie nirgendwo anders zelebriert.
In den großen Städten entwickeln sich weitere Stilkulturen um Hip Hop, Heavy Metal oder Rock.

Die berühmtesten aktuellen kolumbianischen Sänger sind Shakira, Juanes und Carlos Vives. Einem Großteil der verschiedenen Tanz- und Musikrichtungen Kolumbiens begegnet man auf den Straßen der einzelnen Regionen oder auf Festen und Festivals.




Kunsthandwerk

Dank der diversen Volksgruppen, die in Kolumbien leben, werden die unterschiedlichsten Arten von Kunst umgesetzt, die man als Reisender gern als Erinnerung mitbringt. Am bekanntesten und im Land häufig zu finden, sind die handgewebten „mochilas“ (Taschen), die alle ein einzigartiges Muster tragen. Zum Symbol Kolumbiens ist auch der „sombrero vueltiao“ (Hut) geworden. Im Norden findet man z.B. die farbenfrohen Hängematten der Guajiros. Im Andenhochland hingegen wird viel Waren aus Schafwolle oder Leder. An vielen Orten Kolumbiens kann man wunderschöne Holzschnitzereien oder Körbe und Keramik, sowie natürlich den auch bei uns bekannten kolumbianischen Kaffee, kaufen. Auch Smaragde und Gold, die man in fast jeder Preiskategorie findet, sind beliebte Erinnerungsstücke. Gehen Sie dafür jedoch in autorisierte Fachgeschäfte.

Oftmals werden die Waren auf Märkten angeboten, wo sich ein Besuch bereits lohnt, um die Atmosphäre zu genießen. Informieren Sie sich jedoch unbedingt vorher, welche Gegenstände Sie aus Kolumbien ausführen bzw. in Ihr Land wieder einführen dürfen.






UNESCO Welterbestätten

Auch Kolumbien besitzt bereits sieben von der UNESCO anerkannte Weltkultur- sowie Weltnaturerbestätten.
Zum Weltkulturerbe zählen:
• Hafen, Befestigungen und Baudenkmale der Stadt Cartagena (seit 1984)
• Historisches Zentrum von Santa Cruz de Mompox (seit 1995)
• Archäologischer Park Tierradentro (seit 1995)
• Archäologischer Park San Agustín (seit 1995)
• Die Kaffeeanbaugebiete in den westlichen und zentralen Kordilleren (seit 2011)

Zum Weltnaturerbe gehören:
• Der Nationalpark Los Katios, der zusätzlich als besonders gefährdet eingestuft wurde (seit 1994)
• Insel und Naturreservat Malpelo (seit 2006)

Außerdem gibt es in Kolumbien auch Meisterwerke des mündlichen, geistigen und immateriellen Kulturerbes. Darunter zählen:
• Der Karneval von Barranquilla (seit 2003)
• Der Karneval der Schwarzen und Weißen
• Der Kulturraum von Palenque de San Basilio (seit 2005)





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